Bundesregierung versenkt 120 Millionen Euro-Steuergelder

Bislang waren die Ideen und Gerüchte zum deutschen Google-Konkurrenten eher theoretischer Natur, doch jetzt hat die EU-Kommision einem Antrag der Bundesregierung entsprochen und genehmigt, dass 120 Millionen Euro in einem obskuren Projekt, das irgendwas mit Internet und Suchmaschinen zu tun hat, versenkt werden. Theseus, so der Name des Projektes, hat immerhin schon ein Pressebüro in bester Berliner Lage unter den Linden bezogen und Zitate von Leuten, denen man glauben muss, gesammelt. Jetzt sollen Basistechnologien und technische Standards erarbeitet werden – bestimmt so abgefahrene Sachen wie ein XML-Sitemap-Standard oder modernste Technologie in dieser Richtung, die dann in etwa 5 Jahren einsatzbereit ist. Etwas Hoffnung besteht immerhin – T-Systems scheint da nicht mitzufrickeln.
Eintrag geschrieben am 20.07.2007 um 12:42 Uhr - Trackback-URL - Tags: Meinung Rant

Kommentare & Trackbacks

Trackback - Ranking Konzept - SEO News - 20.07.2007 15:07
Die Europäische Union hat die Zahlung von 120 Millionen Euro (120.000.000) von der deutschen Bundesregierung an verschiedene Firmen bewilligt um Forschung am europäischen Suchmaschinenprojekt voranzutreiben.

Das in Deutschland als Theseus u...

Gerd - 20.07.2007 20:39
>>T-Systems scheint da nicht mitzufrickeln. Hehe, dann scheint ja wirklich noch ein Funken Hoffnung zu bestehen :-)

Trackback - CS Internet Blog - 21.07.2007 15:53
Hier ein kleiner Wochenrückblick interessanter Blogbeiträge.

Im 2. Quartal 2007 lag die Klickbetrugrate bei 15,8%: Damit steigt der Betrug bei Internetanzeigen laut dem Bericht von IM-News weiter an.
GoogleWerbung jetzt auch für Print...

regelbrecher - 21.07.2007 23:43
Das würde einem doch jeder Unternehmensberater empfehlen.

Zuerst einmal teure Büros an bester Lage mieten. Das teuerste Inventar kaufen.

Auch wenn nichts als heisse Luft produziert wird.

Ich freue mich schon auf den amerikanischen Gegenangriff.
Pardon.
Nicht nötig. Google gibt es ja schon.

Aber die chinesische Regierung könnte doch was staatliches aus dem Ärmel zaubern.

Abgesehen davon.
Ich werde das Gefühl nicht los, dass die EU mit den "Ambitionen" einer Europäischen Suchmaschine in den Sozialismus der ehemaligen DDR verfällt.

Sollte ich vielleicht mal bei unserem Bundesrat (in der Schweiz) anklopfen?

Vielleicht sind da ja auch noch einige Millionen zu holen. Neeee.

Management-Adept - 22.07.2007 08:21
Das ist freier Markt... echt ein Trauerspiel und der Erfolg wird auch bei Null liegen. Man muss Google nicht lieben, aber es ist ein innovatives Unternehmen, das überholt man nicht so einfach.

Adgo - 22.07.2007 18:02
120 Millionen Euro für Forschung im Bereich von Suchmaschinen ist sehr viel Geld. Viel zu viel für Forschung in dem Bereich an sich, aber zu wenig und Hardware- und Marketingmäßig eine Suchmaschine zu entwicklen die Google Paroli bieten könnte.

Mahype - 23.07.2007 13:54
Das ist doch das generelle Problem wenn der Staat IT Projekte vergibt. Der Staat hat schlicht und einfach keine Ahnung von IT und somit auch extreme Schwierigkeiten, Firmen zu finden, die selbst mehr Ahnung haben. Zum Zuge kommen fast immer diejenigen, die am besten verkaufen können. Bestes Beispiel ist doch die damalige Seite der Arbeitsagentur. Die Seite hat ca. 160 Mio. € (wenn ich mich jetzt nicht irre) für die Internetseite ausgegeben. In diesen 160 Mio. € war aber anscheinend nicht ein Cent für einen Grafiker berücksichtigt worden. Dementsprechend schlecht war die Seite zu bedienen.

Der Hohn schlechthin war, wer den Auftrag damals bekam: Accenture. Eine Unternehmensberatung aus den USA. Da war wohl der Großteil der Kosten in Beratungsgespräche geflossen anstelle in die Entwicklung. Zudem war damals schon bekannt, dass Accenture um Stuern zu sparen schon mal gerne den Staat umgeht und Offshore Firmensitze unterhält.

Staat und IT. Das ist halt so eine Sache. Meiner Meinung nach verpuffen 80% an Geldern am "Nicht Wissen" des Staates.

Trackback - Themapedia - 25.07.2007 13:07
Es gibt 2 Arten, mit Monopolen umzugehen: ein besseres Produkt oder eine staatlich subventionierte "Alternative".


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