Keyworddatenbanken

Nachdem nun eine - mehr oder minder - umfangreiche Liste interessanter Keywords gefunden wurde, ist zu prüfen, ob über diese Keywords ausreichend Suchmaschinentraffic generiert werden kann. Eine noch so schöne Nummer-Eins-Platzierung ist sinnlos, wenn dieses Keyword in der Praxis nicht gesucht wird. Leider gibt es nicht die eine, perfekt Datenquelle für diese Beurteilung, so dass auf eine Reihe unterschiedlicher Quellen zurückgegriffen werden muss. Im Folgenden stelle ich einige dieser Möglichkeiten vor. Häufig ist es hilfreich, die gefundenen Keywords in einer Tabellenverarbeitung zu hinterlegen und die gefundenen Werte jeder Keyworddatenbank und jedes Tools in einer Zeile zu speichern. Am Ende der Recherche werden dann diejenigen Keywords aus der List gelöscht, deren Suchtraffic keine Optimierung rechtfertigt; bei welchen Zahlen dort eine Grenze zu ziehen ist, hängt sehr vom Einzelfall ab und ist häufig ein Erfahrungswert.

Google

Google bietet zwar keine Keyworddatenbank im herkömmlichen Sinne, allerdings doch einige Möglichkeiten, einen Einblick in die Daten von Google zu erhalten. Einer dieser Wege geht über das - eigentlich für AdWords-Kunden gedachte - Google Keyword-Tool: nach Eingabe eines Keywords sowie des Captchas wird eine große Anzahl ähnlicher und in den meisten Fällen passender, weiterer Keywords angezeigt. Zusätzlich zu den Keywords wird noch die (AdWords)-Mitbewerberdichte sowie ein Indikator für das Suchvolumen angezeigt. Leider werden allerdings keine konkreten Zahlen angezeigt, so dass ein numerischer Wert für den Balken, der das Suchvolumen darstellt geschätzt werden muss. Ein anderer Weg, etwas von den Datenschätzen von Google zu sehen geht über Google Trends. Hier wird das Suchvolumen von Keywords auf einer Zeitachse der letzten vier Jahre dargestellt. Diese Darstellungsart ist besonders geeignet, um herauszufinden, ob Keywords bestimmte, jahreszeitliche Besonderheiten aufweisen. Leider ist Google Trends auf Keywords mit einem größeren Suchvolumen begrenzt und somit nur bedingt einsetzbar.
Screenshot von Google Trends (Osterhase,Weihnachtsmann)
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, seine gefundenen Keywords für einige Tage als AdWords-Werbung zu buchen. Zwar kann dieser Weg - je nach Umfang sowie Höhe der Gebote bei AdWords - auch recht kostspielig werden, man erhält dafür im Gegenzug allerdings nahezu perfekt Daten über das Suchvolumen der Keywords bei Google. Da eine Anleitung hierzu den Rahmen dieses SEO-Tutorials sprengen würde, dieser Tipp hier nur kurz als Anregung ohne nähere Umsetzungsinformationen.

Yahoo

Als eine der ältesten Keyword-Datenbanken dürfte das Tool (Overture Tool) von Overture - in der Zwischenzeit von Yahoo übernommen - gelten. Eine breite Datenbasis sowie häufig interessante Keywords sind sicherlich ein Pluspunkt dieser Datenbank, leider wird dieses Tool mittlerweile von sovielen Spidern und Bots abgefragt, dass die Antwortzeiten häufig bei über einer Minute liegen und auch die Aktualität der Daten lässt zu wünschen übrig (derzeit sind die Daten rund 6 Monate alt). Eine andere Abfragemöglichkeit gibt es bei Yahoo-Search-Marketing. Der „RealityCheck“ (Yahoo RealityCheck: http://www.eintrag-yahoo.de/index.jsp?appl_id=83&contentTab=CONTENT4) basiert auf deutlich aktuellen Daten und scheint noch nicht so überlastet, gibt aber leider auch nur die Suchhäufigkeit für das abgefragte Keyword an und schlägt keine weiteren, passenden Keywords vor.

Certo IT Keyword-Datenbank

Stefan Fischerländer, Betreiber von Suchmaschinentricks.de, stellt mit Keyword-Datenbank.de eine der größten, deutschen Keyworddatenbanken zur Verfügung. Mit aktuell über 400 Millionen deutschsprachigen Suchanfragen bestückt, werden alle der üblichen Features geboten: Brainstorming, Tippfehlersuche und Export als Microsoft Excel-Datei. Für die Nutzung werden, je nach Vertragsdauer, zwischen rund 15 und knapp 30 Euro pro Monat fällig.
SISTRIX Keyword-Datenbank zu „Suchmaschinenoptimierung

SISTRIX Keyword-Datenbank

Wir stellen mit der SISTRIX Keyword-Datenbank ebenfalls eine Möglichkeit der Keywordrecherche zur Verfügung. Die Datenbasis ist mit derzeit rund 25 Millionen deutschsprachiger Suchanfragen zwar deutlich geringer, dafür ist die Nutzung allerdings auch kostenfrei - es wird lediglich ein SISTRIX-Account benötigt, der auch den Zugang zu weiteren Tools ermöglicht. Ähnlich wie bei Keyword-Datenbank.de ist auch hier die Organisation der Keywords in Projekten möglich, es kann nach Tippfehler gesucht werden und eine Exportfunktion als CSV- oder Excel-Datei existiert ebenfalls. Selbstverständlich gibt es noch eine Vielzahl weiterer Tools und Quellen für die Keywordrecherche. Ich habe mich hier nur auf ein paar wenige beschränkt, wer tiefer in die Materie einsteigen möchte, wird in seiner Liebingssuchmaschine sicherlich fündig.